Bengel_Logo2.png
  • Linda

5 Gründe, warum Hamster die besten Haustiere der Welt sind

Eddi - mit vollem Namen Édouard Hubert - ist mein Ein und Alles. Der aktive, grau-weiße Goldhamster lebt seit eineinhalb Jahren bei mir. Dass er mir derart ans Herz wachsen würde, hätte ich nie gedacht. Doch alles auf Anfang.


Nagetiere habe ich schon immer in meiner Familie gehabt, Kaninchen, Meerschweinchen, auch einen Hamster. Zu ihm hatte ich allerdings keinen richtigen Bezug. Dann zog ich in meine neue Wohnung. Ein Mitbewohner sollte her. Warum ich dafür einen Hamster gewählt habe? Lest selbst:


1. Sie sind nachtaktiv


Bitte was? Ein Tier, das dann schläft, wenn ich wach bin? Von dem habe ich doch gar nichts.


Zugegeben: Dass Hamster nachtaktiv sind, ist ein Argument, das bei den meisten wohl am wenigsten zieht. Dabei hat das auch sehr viele Vorteile. Denn Hand aufs Herz: Meist ist man wegen seiner eigenen "Aktivität" tagsüber unterwegs: Schule, Uni, Sport, einkaufen, Freunde treffen. Da überlegt man sich einmal mehr, ob man überhaupt Zeit für ein Tier hat. Mit einem Hamster als Haustier stellt sich ein ganz anderer Zeitplan ein. Die Tiere wachen meist gegen 22.30 Uhr oder 23 Uhr auf. Die Zeit, um nach einem langen Tag nach Hause zu kommen und sich dann um den Hamster zu kümmern, hat man somit allemal.


Denn der Kleine lässt sich nach dem Aufstehen erst ein ausgiebig Zeit fürs Putzen. Hamster sind super reinliche Tiere. Ein vom Schlaf zerzaustes Fell? Geht gar nicht. So kann er sich doch nicht blicken lassen! Die "Morgentoilette" hat oberste Priorität für die kleinen Tiere. Während sich der schlaftrunkene Kumpane also erst einmal noch herausputzt, lässt er damit unsereins die nötige Zeit, um ihm noch schnell etwas zu fressen zu geben (sollten wir das im Eifer des Tages vielleicht vergessen haben).


Kleiner Spoiler: Bei mir geschieht das jedenfalls sehr oft. Aber keine Sorge, hungern muss Eddi bei mir garantiert nicht.


Nach der Morgentoilette geht es dann an die Erkundung der Umgebung (als hätte sich die großartig verändert). Der Blick wandert in den Napf und ob darin vielleicht schon eine kleine Köstlichkeit liegt - keine Sorge, zum Ernährungsplan kommen wir noch. Bis der Hamster erstmal "aufgestanden" ist und seine Rituale erledigt hat, dauert es einen Moment - dann kann die gemeinsame Spielzeit beginnen.


2. Sie sind Einzelgänger


Und diese gemeinsame Spielzeit muss gar nicht lang dauern. Denn Hamster sind Einzelgänger. Andere Tiere werden selten geduldet, Weibchen meist nur zum Paaren. Heißt: Wer einen Hamster hat, tut meist sogar gut daran, nur einen einzelnen zu haben. Anders als bei Katzen, Hasen, Meerschweinchen oder Vögeln zum Beispiel, die gern noch einen weiteren Spielgesellen hätten.

Gestatten: Eddi. Seit eineinhalb Jahren bereichert er mein Leben.


3. Sie fressen nicht viel - und hamstern


Gute Nachricht für alle, deren Leben sich nicht immer nach geregelten Uhrzeiten richtet: Hamster hamstern ihr Lieblingsessen für schlechte Zeiten. Heißt: Wer außerplanmäßig länger unterwegs ist oder mal gar nicht nach Hause kommt, muss nicht gleich ein schlechtes Gewissen haben. Gewappnet ist der Kleine zwar, sollte die letzte Essens-Ration mal nicht ausreichen. Aber ACHTUNG: Das ist natürlich kein Freifahrtschein dafür, euren Hamster Hunger leiden zu lassen!


Doch was fressen Hamster überhaupt?

Kommen wir damit zu Argument Nummer


4. Er i(s)st, was du isst


Wenn ihr euch ausschließlich von Fast Food ernährt, solltet ihr diesen Punkt natürlich überspringen. Für alle anderen: Wenn ihr auch nur eine Kleinigkeit von dem abzweigt, was ihr euch frisch zubereitet oder dünstet (keine gewürzten Sachen!), ist nebenbei schon das nächste nahrhafte Mahl für den kleinen Mitbewohner fertig. Witzig eigentlich: Eine große Mehrheit aller Gerichte könnte in Mini-Portion auch ein geeignetes Hamster-Mahl darstellen.


Mache ich mir zum Beispiel Nudeln mit Hackfleisch und Tomatensoße und einen Salat, lege ich davon mindestens eine Nudel und Salatblätter für Eddi beiseite. Auch von dem rohen Hackfleisch bekommt er etwas ab, denn Hamster sind Fleischfresser (Das ist zugegebener Nachteil Nummer 1: Die Toilette stinkt deswegen meist streng. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, dass ein kleines Tier so sehr stinken kann!). Findet ihr im Garten einen Mehlwurm, eine Maikäfer-Larve oder einen Regenwurm, dann nur rein damit in den Käfig! Der Kleine freut sich über den saftigen Proteinschub. Mache ich mir jetzt noch einen leichten Nachtisch - sagen wir Joghurt mit Früchten - könnte sich das auch als Dessert eignen. Ein Klecks Joghurt auf einem Teelöffel ist schnell weggeschleckt. Ihr macht euch ein Müsli oder das Frühstücksbrötchen von gestern ist trocken? Es eignet sich ideal als Knabberzeug.


Der nächste Nachteil Nummer 2, den ich hier zugebe: Wenn ihr euren Hamster durch eine eigene, gesunde Essweise verwöhnt - so wie ich -, wird er auch sehr wählerisch sein. "Nur" eine Körnermischung aus dem Zoofachgeschäft vorzufinden, kommt Eddi beispielsweise schon gar nicht mehr in die Backen. Dann kramt er mit seinen kleinen Pfötchen in dem Haufen herum, bis er sich vielleicht mit einem getrockneten Stück Möhre oder Apfel zufriedengibt. Daran habe aber ich maßgeblich schuld. Denn ja: Gönne ich mir eine Mango, eine Avocado oder ein anders exotisches Lebensmittel, das auf Eddis Speiseplan stehen kann, verschwinden die Stückchen mir nichts dir nichts in seiner Futterecke. Mea culpa.


Böse kann ich ihm deshalb nicht sein: Diese Niedlichkeit, wenn er mit den kleinen Fingerchen in den Körnern herumwühlt! Seinen vorwurfsvollen Blick im Anschluss, wenn er nichts Schmackhaftes findet, stecke ich mittlerweile übrigens auch weg.


Was also füttern? Hier eine kleine Auswahl. Eine super übersichtliche und ausführliche Liste findet ihr hier.


Was die Wiese hergibt:

Löwenzahn, Hirtentäschel, frisches Heu, Klee, das alles findet sich auf einer Wiese.

Vorsicht bei Pflanzen, die ihr im Wald findet:

Bucheckern - giftig

Bärlauch - Knoblauch ähnlich, völlig ungeeignet

Bärenklau - giftig!

Bohnenhülsen und Samen - sehr giftig!

Beeren der Stechpalme - giftig!


Süße Versuchung - Obst:

Davon solltet ihr wegen des Fruchtzuckers nicht zu viel füttern. Zitrusfrüchte und Steinfrüchte sind tabu. Ein kleines Stück Apfel pro Woche genügt.

Auch Trockenobst nur in Maßen füttern, etwa Rosinen, (getrocknete) Banane,


Er steht auf Gemüse - außer Dosenfutter und Nachtschattengewächse:

Hoch im Kurs stehen (bei Eddi): Erbsen (auch getrocknet oder gepresst), Gurke oder Kohlrabi

Achtung: Nachtschattengewächse wie Tomaten und Kartoffeln vertragen Hamster nicht gut


Fleisch, Fleisch, Fleisch - und Fisch

Hackfleisch, Fisch, Käfer, Larven


Weizenprodukte, Kohlenhydrate

hartes Brot

Cornflakes

Weizenflocken

Reis


Nüsse


Ihr habt viel Zeit und Muse und wollt eurem Hamster eine Freude machen? Dann backt ihm doch Pfannkuchen!




Und nun zum wichtigsten Argument:


5. Sie haben Charakter - und sind so unfassbar süß!


Nun gut, dass ihr Tiere die niedlichsten sind, das sagen sie alle. Darüber lässt sich meist streiten. Aber es ist wirklich so: Wer seinem Hamster beim Erkunden, Fressen oder Laufen zusieht, kann nicht anders, als ihn ins Herz zu schließen. Ich habe es an Außenstehenden getestet. Fun Fact: Es sind die starken Männer, die sich am meisten für ihn begeistern können!

Je intensiver man sich also mit seinem Hamster beschäftigt, desto klarer wird, welchen Charakter er entwickelt. So auch ich bei Eddi.

Als ich ihn im zarten Alter von acht Wochen bei mir aufnahm, habe ich ihn in den ersten Tagen in Ruhe gelassen. Er hat sich so nach und nach an mich gewöhnt. Dann habe ich ihm auch immer mehr zugetraut: Unter Aufsicht (!) darf er im Wohnzimmer oder im gekachelten Bad alleine herumlaufen, schnuppern und klettern. Letzteres ist seine Leidenschaft. Eddi will hoch hinaus. Etwas Spannenderes gibt es einfach nicht. Ein neues Badezimmerregal? Da muss er hoch! Die Vitrine im Wohnzimmer? Ehe ich mich versah, blitzen zwei schwarze Knopfaugen von dem 1,80 Meter hohen Möbelstück zu mir runter. An Kabeln knabbern? Vollkommen uninteressant.

Es ist 22.30 Uhr. Wie, Frauchen hat noch kein Essen da gelassen? Eddi knabbert ungeduldig an den Gitterstäben. Ich lege ihm alles rein, er schnuppert daran - und will eigentlich doch erst einmal eine Runde draußen drehen. Also stecke ich meine Hand in den Käfig und er setzt sich drauf. Der Fahrstuhl für den kleinen Herrn also.

Küsse aufs Näschen? Lässt er nun mal über sich ergehen. Wenn's reicht, stößt er den Kussmund auch mal mit seinen kleinen Pfötchen weg (aaaaaw!).

"Na, Eddi? Wie geht's?" Ob ihr's glaubt oder nicht - bei diesen Worten schaue ich ihn an, er erwidert meinen Blick.

Und ich bin mir ganz sicher:

Er versteht mich.

  • facebook_blau
  • instagram_blau
  • spotify_blau

[B]ENGEL

leute. lifestyle. leben.

[B]ENGEL.BLOG ist ein Produkt der DiesbachMedien GmbH in Weinheim.

Impressum     Datenschutz     Mediadaten