• Kim

Buon natale


Weihnachten ist in „bella Italia“ natürlich ein wichtiges Fest. Die ganze Familie kommt an Heiligabend zu einem großen Essen zusammen und die Kinder werden von „Babbo Natale“ (dem Weihnachtsmann) mit kleinen Geschenken überrascht – aber auch erst am 25. Dezember.


Doch nicht nur dieser ist bei den Kleinen beliebt, sondern auch seine Frau Befana - eine Hexe, die die Schuhe der braven Kinder am 6. Januar mit Süßigkeiten befüllt. Hier erfolgt dann auch die eigentliche und große Geschenkeübergabe.

Weihnachten ist in Italien tatsächlich eher ein Fest, an dem die ganze Familie zusammenkommt, gemeinsam isst und Spiele spielt.

Vorzugsweise Glücksspiele, wie Tombola (deutsch: Bingo), lassen die Nacht schnell zum Tag werden. Natürlich wird immer um echtes Geld gespielt und der Lautstärkepegel ist immer sehr weit oben.

Aber nicht, weil sich gestritten wird – naja, das kommt bestimmt auch mal vor -, sondern, weil alle einfach wild durcheinander quatschen und viel lachen.



Italien ist bei vielen sehr beliebt. Einer der vielen Gründe dafür ist natürlich das leckere Essen. Die Pizza ist ja sogar Weltkulturerbe. Aber was essen Italiener an Weihnachten?


Zu Essen gibt es immer ein richtiges Festmahl. Von wegen Würstchen mit Kartoffelsalat. Darüber können die Italiener nur lachen.

Sie verstehen nicht, wieso es in Deutschland so ein unspektakuläres Abendessen an Heiligabend gibt. In Italien wird aufgetischt, was das Zeug hält. Ein Vorspeisenteller, ein deftiger Braten und leckerer Nachtisch dürfen nicht fehlen. Zwischengänge inklusive.


Als Nachtisch gibt es ganz oft Panettone. Das ist ein Kuchen, der eher an einen großen Hefezopf erinnert. Meistens ist er mit Rosinen und Schokolade gefüllt.


In manchen Familien in Süditalien gibt es an Heiligabend auch Panzerotti. Das sind gefüllte und frittierte Teigtaschen – ähnlich wie eine Pizza Calzone. Nur viel kleiner. Da sie so viel Arbeit machen, ist die ganze Familie involviert. Meist sind es die Frauen, die in der Küche arbeiten.


Sie schnippeln die Zutaten klein, eine Person rollt den Teig aus, mindestens zwei andere füllen die Teigtaschen mit Tomatensoße, Käse, Kapern und Salami und drücken sie fest zu. Eine andere Person steht am Herd und lässt die Panzerotti vorsichtig ins heiße Fett gleiten. Wehe, sie sind nicht richtig zugedrückt. Dann spritzt das Fett und die kleine Teigtasche kann

eigentlich nicht mehr gegessen werden, da die ganze Füllung ausgelaufen ist.

Die Männer sitzen derweil meist im Nebenzimmer, spielen Scopa (ein italienisches Kartenspiel) oder andere Gesellschaftsspiele und sind für die Kinderbeaufsichtigung zuständig.


Der Besuch eines Gottesdienstes gehört in Italien zu Weihnachten auf jeden Fall dazu.

Besonders die Mitternachtsmesse vom 24. auf den 25. Dezember ist immer sehr gut besucht.

Der Christbaum und die ganze Weihnachtsdekoration werden schon recht früh, meistens Anfang Dezember, aufgestellt und aufgehängt, um sich schon einmal auf die bevorstehenden Festtage vorzubereiten. Ganz wichtig: Die Krippe mit dem kleinen Jesuskind. Sie gehört einfach in jeden Haushalt. Das alles bleibt auch bis zum 6. Januar erhalten.


Aber was hat es nun mit Befana der Hexe, die die Kinder am 6. Januar besucht, auf sich?

Was bei uns der Tag der heiligen drei Könige ist, ist in Italien „La Befana“.

Am Abend des 5. Januars hängen die Kinder Strümpfe an den Kamin oder stellen Schuhe raus, damit die Hexe Befana sie mit Gaben füllen kann, also ähnlich wie in Deutschland am 6. Dezember, wenn der Nikolaus kommt.

In der Nacht vom 5. auf den 6. Januar kommt Befana durch den Schornstein in die Häuser und steckt den braven Kindern Süßigkeiten und Geschenke in die Strümpfe. Böse Kinder bekommen allerdings nur Kohle. Meistens handelt es sich dabei um "carbone dolce" (süße Kohle), eine schwarzgefärbte Zuckermasse, die wie Kohle aussieht.

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