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  • Sophie

Bye, Studentenleben!

Herbst-/Wintersemester 2015/16 – „Herzlichen Glückwunsch, Sie wurden für das Fach: Wirtschaftspädagogik (Bachelor) angenommen. ”Der Brief, auf den ich so lange gewartet hatte.


Ich studiere an der Uni Mannheim Wirtschaftspädagogik – man klingt das gut! Ich kann daheim wohnen bleiben, laufe nur wenige Minuten bis zur Uni - was Besseres gibt es doch nicht. Ja, das waren meine ersten Gedanken. Leider ist ein Studium nicht immer so, wie man es sich vorstellt. Wirtschaftspädagogik, was kann man damit eigentlich machen und wie verläuft so ein Studium? Ich kann Lehrerin werden und mit vielen unterschiedlichen Menschen arbeiten.


Leider habe ich schon nach einem Semester festgestellt, dass das Studieren so gar nicht meins ist. Viel zu viel Theorie, keine Kreativität und keine Praxiserfahrungen. Der Gedanke ist irgendwie komisch- am Anfang war ich doch so glücklich! Lange behielt ich diese Überlegungen für mich, ich wollte mich nicht enttäuschen und auch nicht meine Eltern, die hatten sich schließlich auch tierisch gefreut. Das Studium verlief einfach nicht so, wie ich es mir gewünscht hatte. Immer wieder machte ich mir Mut: Kopf hoch, weitermachen! Naja, mehr reinknien, dann schaffst du das auch. Leider habe ich mich damit selbst belogen und wurde immer unglücklicher.


Und dann? Dann entschied ich mich, das Studium nach zwei Semestern zu beenden. Besser, man merkt es früher und kann dann rechtzeitig umswitchen. Nur ein paar Monate später hatte ich meinen Ausbildungsvertrag unterschrieben - zur Medienkauffrau Digital und Print. Eine Ausbildung, in der ich viel Praxiserfahrung habe und das mache, was mir liegt. Hier kann ich selbst meine Ideen einbringen und habe trotz Büroarbeit auch noch genug Kundenkontakt.


Sinn dieses Textes ist es nicht nur, euch meine Geschichte zu erzählen, sondern auch zu zeigen, dass es überhaupt nicht schlimm ist, ein Studium abzubrechen und von vorne anzufangen. Geht euren Weg! Viele, die mit mir Abitur gemacht haben, waren ein Jahr lang auf Reisen, ich habe in der Zeit zwei Semester lang studiert. Es ist nicht peinlich, ein Studium abzubrechen. Wenn man merkt, dass man sich gar nicht mehr wohlfühlt, und sich dann eine Alternative sucht, dann ist das völlig in Ordnung. Mir fiel es auch schwer, das einzusehen. Allerdings ist es jetzt eben so und ich bin froh, diese Erfahrung gemacht zu haben. Ich bin einfach nicht der Typ für ein "normales "Studium und mache deshalb lieber eine Ausbildung für einen Beruf, der mich interessiert und glücklich macht. Nur, weil man studiert hat, heißt das nicht, dass man ein besserer oder intelligenterer Mensch ist.


Habt Mut, steht zu euch selbst und zu euren Stärken und Schwächen. Jeder von uns geht seinen eigenen Weg und jeder von uns kann etwas Großes werden


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