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CoronABI statt Abiball

Abi geschafft- jetzt erstmal Party und reisen! Doch da haben wir die Rechnung ohne die bisher größte Pandemiewelle gemacht. Ich selbst durfte die Erfahrung des Abiturs während Corona machen und wollte euch ein bisschen darüber berichten.


Die drei Abiturprüfungen fanden bei mir in Hessen zu den regulären Terminen statt.

Mit super viel Abstand, jeweils nur einer begrenzten Menge an Tischen im Raum, geteilten Kursen und einem Aufsichtswechsel jede Stunde schrieben wir die Prüfungen vor denen alle sowieso schon zitterten.


Als die Blätter vor uns lagen, musste die ganze Ausnahmesituation irgendwann im Kopf bei Seite gelegt werden und das war nötig, sonst hätte sich ja keiner konzentrieren können.


Nachdem die letzte schriftliche Prüfung abgegeben war, wollte man sich natürlich am liebsten mit allen versammeln, einen trinken und sich einfach in lockerem Beisammensein austauschen.

Doch auch das war nicht möglich. Im Pausenraum durften wir uns nicht aufhalten und Getränke verzehren war auch untersagt. „Ihr müsst leider draußen feiern“ wurde uns gesagt.

Draußen regnete es in Strömen und alle Bars waren schon Corona gesichert.


Also mussten wir verzichten und gingen nach Hause.

„Dann wenigstens nach dem mündlichen feiern, ist ja noch ein bisschen bis dahin dachte man sich“.

Nach der letzten mündlichen Prüfung dufte man sich zu 10. versammeln weshalb nicht mal eine Feier mit der ganzen Familie möglich war. Davon aber mal abgesehen freuten wir uns alle seit Jahren auf die traditionelle Zeugnisvergabe. Da sich bis dahin aber ebenso wenig veränderte fand diese in unserer Turnhalle statt, auf viel Abstand und die Zeugnisse lagen auf den Stühlen, es konnte keine Übergabe erfolgen. Die Kursfotos wurden zu lang und breit durch den Abstand zwischen jedem und Eltern wurden nicht zugelassen.

An einen Abiball sowie einen Abisturm nicht mehr zu denken- Auslandsjahre mussten storniert werden…



Aber ich will jetzt nicht nur negative Dinge nennen, denn wenn diese Situation uns eins gelernt hat war es:

Es ist nichts selbstverständlich. Veranstaltungen, die ausgelegt werden und Zusammenkommen mit allen, die man liebt können nicht immer garantiert werden.


Auch wenn es ziemlich ernüchternd war und man ehrlich sagen muss, dass es sich nicht so anfühlte als hätte man so einen Meilenstein in seinem Leben hinter sich gebracht oder ein wunderschönes langes Kleid getragen auf einem Ball, den man sich nach einer guten Leistung verdient hat, gab es Menschen und Unterstützung, die versuchten die Enttäuschung zu lindern.

Statt einem Sektempfang auf dem Schulhof gab es bedruckte Piccolo Sektflaschen oder ein passendes Gedicht der Lehrer als Verständnis für unsere Situation.



Als Fazit kann ich sagen, das Abitur war ganz anders als man es sich früher wünschte, aber definitiv besonders und ich kann zuletzt nur unser Motto -

„CoronABI- Wir waren mit Abstand am besten!“ anfügen, das definitiv vorher noch kein Jahrgang nutzte!





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[B]ENGEL

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