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  • Kim

Die Sucht nach dem perfekten Leben

Ich versinke oft total in der Instagram-Welt und schaue mir stundenlang Bilder oder Reels in meinem Feed an. Das entspannt mich total und inspiriert mich manchmal auch. Aber ist das gesund? Meine Bildschirmzeit wollt ihr lieber nicht wissen.


Ich denke mir oft, dass es keinen Unterschied macht, ob ich 2 Stunden einen Film zur Entspannung schaue oder ob ich auf Instagram unterwegs bin. Allerdings kaufe ich beim Filmschauen i.d.R. keine Klamotten, die mir als Werbung vorgeschlagen werden. Instagram kennt meinen Geschmack mittlerweile wirklich gut und macht mich zu einem wahren Werbeopfer. Egal, ob schicke Handyhüllen, Klamotten oder Restaurants. Ich gehe schon ab und zu auf solche Werbeanzeigen ein. Ich persönlich habe mein Kaufverhalten noch gut unter Kontrolle, weshalb ich es eher als praktisch und nicht als nervig empfinde oder denke, dass es mir gefährlich werden könnte.


Aber was ist, wenn das jemand nicht gut unter Kontrolle hat? Führt eine social Media Sucht eventuell auch zu einer Kaufsucht?

Ab wann ist mein Umgang mit social Media überhaupt als Sucht einzustufen?

Und nach was ist man eigentlich süchtig, wenn man social Media süchtig ist? Vielleicht ist man nach dieser perfekten Scheinwelt süchtig, die einem suggeriert wird. Vielleicht nach dem Leistungsdruck, sich dieser Welt anpassen zu müssen. Vielleicht will man auch einfach permanent in die Scheinwelt fliehen, weil das reale Leben manchmal hart ist.


Ganz oft zeigt sich eine social Media Sucht daran, dass die Betroffenen nur schwer einen Tag ohne die sozialen Netzwerke verbringen können und wichtige Aufgaben z.B. am Arbeitsplatz vernachlässigen, weil sie zu stark abgelenkt sind. Außerdem versinken die Betroffenen so sehr in dieser Welt, dass sie den virtuellen Kontakt über den persönlichen face-to-face Kontakt stellen. Ihre Stimmung hängt oft von der Nutzung von social Media ab und sie haben weniger Interesse an Hobbies in der realen Welt.


Die Corona Krise führt dazu, dass ganz viele Teile des Lebens nun virtuell stattfinden, sodass sich die Welten manchmal nicht auseinanderhalten lassen. Es ist toll, dass social Media uns trotzdem die Kommunikation miteinander ermöglicht. Allerdings wird vielen dadurch auch bewusst, dass es einen trotz seiner Vorteile einfach nicht auf Dauer glücklich macht und dass der persönliche Kontakt doch wichtiger ist, als man gedacht hat.


Ich denke, social Media bietet ganz viele Chancen. Man muss sich allerdings daran erinnern, dass man sein Leben nicht auf Instagram und Co. lebt, sondern in der realen Welt. Man darf in die social Media Welt fliehen, genau wie man in eine Filmwelt fliehen darf. Aber dann muss man wieder Geld verdienen und Rechnungen zahlen, fürs Studium lernen oder ins Fußballtraining gehen. Man muss sich mit den Problemen, die man im realen Leben nun mal hat, auseinandersetzen. Nur so entwickelt man sich weiter.

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