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DJ Jey Aux Platines

Bild: PhotoGraf

Als DJ ist er mit seinen überwiegend elektronischen Beats vor allem im Rhein-Main-Neckar-Gebiet bekannt, aber auch bei großen Festivals, wie der Ruhr-in-Love und dem Open Beatz Festival bringt er die Tanzfläche zum Beben. Die Rede ist von dem 27-jährigen Jey Aux Platines.


Unter diesem Namen hat es der Heppenheimer Julius Jehn geschafft. Alles begann 2007 mit einer Geburtstagsfeier einer Freundin, auf der er auflegen sollte. Der Grund: Weil er immer die neueste Musik hatte. Aber auch auf Abi-Partys spielte er Musik querbeet ab und schnell merkte Julius bei seinen ersten Disco-Besuchen, dass ihm besonders elektronische Musik lag. Und das alles sollte erst der Anfang sein.


Von Frankfurt über Mallorca bis nach Kroatien

2011 hatte er sein erstes Club-Booking, damals auf einer Party seines Abitur-Jahrgangs im Fantasy-Night-Club in Bensheim und ab 2012 legte er regelmäßig im Centro Heppenheim auf. Von da an ging es immer weiter bergauf: Er lernte etablierte DJs kennen, eignete sich Tipps und Tricks an und bekam Angebote von immer größeren Clubs. 2015 startete er mit regelmäßigen Auftritten im Moon13 in Frankfurt auf dem legendären Mainfloor des ehemaligen Cocoonclubs durch und bespielte unter anderem im Jahr 2016 die ersten regionalen Festivals.


Seine harte Arbeit zahlte sich aus: Julius bekam die Chance, auch international aufzulegen. Von Nizza über Mallorca bis hin zu einem Partyzug von Münster nach Slowenien (übrigens mit über 12 Stunden Spielzeit sein bis heute längstes DJ-Set), sorgte er für ein unvergessliches Partyerlebnis. 2015 gewann er beim Spring Break Europe in Kroatien den DJ-Contest und durfte dort dann vor mehreren tausend Leuten auf der Mainstage spielen und ist seit 2016 als Resident-DJ nicht nur in seinen Stammclubs, Agostea Koblenz und Musikpark Limburg, vor allem aber beim Spring Break Island Festival im NOA Beach Club in Kroatien, nicht mehr wegzudenken. Dort hatte Julius unter anderem im letzten Jahr die Ehre, das Vorprogramm für Alan Walker und dieses Jahr für Felix Jaehn zu spielen.



Und erst vor Kurzem wurde ihm die Gelegenheit gegeben neben großen Künstlern, wie David Guetta, DJ Snake und The Chainsmokers, auf dem ULTRA Europe Music Festival in Split (Kroatien) zu spielen.


Doch einen großen Traum hat er noch - Parookaville, das größte elektronische Festival in Deutschland. Ein Traum, der aber nicht ganz unmöglich ist.


In all den Jahren traf Julius auch auf einige bekannte Künstler: Beim Amsterdam Dance Event, begegnete er DJ Martin Garrix beim Abendessen und im ehemaligen Cocoonclub in Frankfurt stand plötzlich Afrojack im Auto neben ihm. In Erinnerung bleibt ihm auch das zufällige Treffen mit The Chainsmokers im McDonalds in Köln. Das nennt man definitiv Zufall - oder doch Schicksal? Aber auch mit deutschen Größen wie Jan Leyk, David Puentez und Cuebrick hatte er schon zu tun, mit Letzterem legt Julius sogar öfters auf.


Bild: GYMC Media

Aber wieso eigentlich Jey Aux Platines? Jey Aux Platines - ein Name, den man mindestens zwei Mal versucht, richtig auszusprechen. Julius lebte eine Zeit lang in Frankreich, daher der französische Touch. „Jey“ steht für den Spitznamen seines Vornamens „Julius“ und „Aux Platines“ heißt so viel wie „an den Plattentellern“. Ergibt also auch übersetzt einen Sinn.


So ist das Leben – das Leben als DJ

Das Leben als DJ geht nicht spurlos an einem vorbei. Es schlaucht, der Tag-/Nachtrythmus ist dahin und viel Zeit für ein Privatleben bleibt meistens leider auch nicht. „Als Ausgleich und um einfach mal abzuschalten, freue ich mich, wenn ich die freie Zeit mit meiner Frau genießen und mit unseren beiden Hunden rausgehen kann. Qualitytime eben. Das Gute ist, dass meine Frau mich als damals noch Newcomer-DJ kennengelernt hat und von Anfang an in jeder Situation mein größter und wichtigster Rückhalt war und bis heute ist. Nicht jeder kommt mit so einer Berufswahl klar“, erzählt er. „Ich verbinde ja viele Situationen mit Musik und ich weiß noch genau, zu welchem Lied ich meine Frau kennenlernte, es war Lykke Li - I follow Rivers“, sagt er strahlend. Da muss man sagen: Respekt! Nicht viele Männer können sich an solche Details erinnern.


Wenn der Erfolg auch nicht von irgendwo herkommt

Nichtsdestotrotz lebt Julius für die Musik. Inspiriert wurde er von dem Künstler Fedde le Grand durch den Hit „Let me think about it“, aber auch der 2018 leider verstorbene Avicii spielte eine große Rolle für ihn. „Mit seiner Musik, die er geschaffen hat, hat er mich immer wieder inspiriert und wird es für meine eigenen Beats auch weiterhin tun“.


Julius‘ musikalisches Talent kommt nicht von irgendwo her, auch seine Familie ist musikalisch veranlagt. Von seiner Mutter lernte er das Verständnis für Takt und Melodie, in jungen Jahren fing er an Schlagzeug und Klavier zu spielen und bekam so schnell das Gespür, mit Musik umzugehen. Was natürlich von Vorteil war. „Als DJ muss man lernen, die Musik auf die Menschen abzustimmen und auch mit der Zeit zu gehen. Sich verkaufen können. Authentisch sein. Man muss wissen, welche Lieder man miteinander kombinieren kann, damit es einen sauberen Übergang gibt und noch dazu gut klingt. Klar, es gehört auch dazu, Lieder zu spielen, die man überhaupt nicht abhaben kann“, sagt er schmunzelnd. Das beste Beispiel hierfür sei „No Games“ von Serani. Er schüttelt seinen Kopf. „Die eigene Abneigung gegen einen Song darf aber bei den Leuten nicht bemerkbar sein, man muss professionell sein können.“


Mit dem Zitat von Konfuzius „Wähle einen Job, den du liebst und du musst nie wieder arbeiten“ verdeutlicht er in unserem Interview, warum er gerne DJ ist. Er hat sein Hobby zum Beruf gemacht. Auf die Frage „Wie motivierst du dich, wenn man in dem Moment lieber im Bett wäre?“ sagte er, ohne zu überlegen: „Dann war´s das mit der DJ-Karriere. An den Punkt bin ich aber zum Glück noch nicht gekommen. Sobald man beim ersten Song auf PLAY gedrückt hat und die Leute in Feierlaune kommen, ist man sofort wieder in der richtigen Stimmung.“


All das hat sich auch bewährt, denn vergangenes Jahr, am 29. Juni 2018, wartete ein weiterer Erfolg auf ihn. Er brachte gemeinsam mit dem Hamburger DJ und Produzenten ALIVØ seine erste Single „Kalypso“ raus, die direkt am Releasewochenende auf Platz 4 der iTunes Deutschland Electronic Charts kletterte. Und es kam noch besser, am 19. Juli war Release seiner zweiten Single „To The Basics“, die nach 16 Stunden direkt auf Platz 12 landete! Hört mal rein!



Bild: Mario Pavlovic

Das ist also Jey Aux Platines, ein Typ, der selbst von sich behauptet #NormalistKaputt. Ein Typ, der es schon weit geschafft hat und noch einiges erreichen kann.


Nach seinem Abitur 2011 am Starkenburg-Gymnasium in Heppenheim, begann Julius mit dem Studium der „Internationalen Betriebs- und Außenwirtschaft“ an der Hochschule in Worms. Das musste er allerdings durch Zeitmangel erst einmal auf Teilzeit umstellen. Aber kein Wunder, ein Studium klingt im Vergleich zum DJ-Leben auch nicht besonders spannend ;).


Ihr wollt mehr von ihm und seinen Electronic Beats? Dann schaut bei seinem Facebook- und Instagram-Profil vorbei und überzeugt euch selbst! Wir sind es schon!


https://instagram.com/jeyauxplatines?igshid=1pe0id1kdcet4


https://www.facebook.com/jeyauxplatines/


Ach, und so nebenbei erwähnt: Mit Felix J(a)ehn ist er nicht verwandt, auch wenn es nahe liegt. Aber wie es der Zufall will, heißt sein Cousin auch Felix, Felix Jehn.




Titelbild: Louis Mugler

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