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  • Anna

Duu, Frau Lehrer...?

Wir alle hatten unsere Lieblingslehrer und unsere absoluten Hass-Objekte.

Der eine war streng, beim anderen bestanden die Unterrichtsmaterialien aus einem roten Stift, das Buch lieh er sich dann von einem Schüler aus. Referendare hingegen wollen noch einen Unterschied in der Welt machen.


Beim Brainstorming in der Redaktion, welche Berufe viele von uns als Kind schon ergreifen wollten, kam immer wieder der Lehrer ins Gespräch.

Bei Lena war das ganz anders: Sängerin oder Moderatorin zu werden, das war ihr großer Traum. Vor kurzem schloss sie ihr letztes Examen ab, jetzt ist sie Lehrerin.

Im Gespräch mit unserer Redaktion spricht sie über ihren Beruf, was ihr am meisten daran gefällt und Vorurteile, die es gegenüber Lehrern gibt.





Wie hast du dir den Beruf Lehrer als Kind vorgestellt?


Lena: Als Kind habe ich immer gedacht, dass Lehrer sehr viel Freizeit haben. Das ist so ein berühmtes Klischee, das der Realität (leider) aber überhaupt nicht entspricht.

Wolltest du als Kind schon Lehrerin werden?


Lena: Nein, eigentlich wollte ich wie viele anderer auch Sängerin oder Moderatorin werden.

Und warum hast du dich dann für diesen Beruf entschieden?


Lena: Nach dem Abitur bin ich da irgendwie so reingerutscht. Ich finde es nach wie vor schwierig sich mit 18,19,20 Jahren für einen Beruf zu entscheiden, den man sein Leben lang machen will. Ich habe dann eine Zusage von der Uni bekommen und direkt angenommen. Bis jetzt bin ich sehr glücklich mit meiner Entscheidung.

Was begeistert dich an deinem Beruf?


Lena: Es klingt jetzt vielleicht etwas kitschig, aber es sind die strahlenden Augen der Kinder. Kein Tag auf der Arbeit ist wie der andere.


Wie sieht dein Arbeitsalltag aus?


Lena: Für die Schülerinnen und Schüler beginnt an unserer Schule der Unterricht um acht Uhr. Als Lehrer ist man meist eine Stunde vorher im Lehrerzimmer. Ich gehe dann noch einmal im Kopf meinen geplanten Stundenverlauf durch und schaue, ob mein Material komplett ist. Ich checke ob das Klassenzimmer für meinen Unterricht optimal ausgestattet ist: Funktioniert der Beamer?, Habe ich Kreide? Funktioniert die Technik?, solche Sachen eben.

Häufig wird dann vor dem offiziellen Beginn noch kopiert.


Ab der ersten Stunde vergeht der Vormittag wie im Flug. Der Alltag eines Lehrers besteht aus unterrichten aber auch aus individuellen Hilfestellung, Streit schlichten, Diensten bei der Pausenaufsicht und und und… Das ist ein vielfältiges Berufsfeld.

Als Junglehrerin versuche ich, den Unterricht so abwechslungsreich und offen wie möglich zu gestalten.

Nach der Schule wird dann fleißig korrigiert und meist der Unterricht für den nächsten Tag vorbereitet. Häufig korrigiere ich den ganzen Tag Vokabeltests und bereite dann bis abends die kommenden Stunden vor.


Was sind die Herausforderungen in deinem Beruf?


Als Lehrer ist es vor allem wichtig, sich ein dickes Fell zuzulegen. Oft kommt von Schülern und Eltern Kritik, die man nicht persönlich an sich ranlassen darf.


Und wie wird man Lehrer?


Zunächst macht man ein Studium, das geht mindestens sieben Semester. Danach kommt noch das Referendariat.

In Hessen müssen zwei Fächer studiert werden, bei mir waren das Deutsch und Englisch. Das Studium wird mit dem 1. Staatsexamen abgeschlossen. Das Referendariat wird an einer Schule absolviert und durch ein Seminar betreut.

Was würdest du jemanden raten, der Lehrer werden möchte?


Die Ausbildung erfordert viel Durchhaltevermögen. Es ist nicht immer einfach, aber es lohnt sich definitiv!


Eine Situation, die auch Lena vermutlich auch kennt :D



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