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Ein bisschen Bambus für eine große Idee

Die beiden jungen Fürther Dominic Brenneis (28) und Harry Dörsam (24) vertreiben Trinkhalme aus einem natürlichen Material.


„Wir glauben daran!“ Dominic Brenneis sagt das mit Bestimmtheit. Und er meint damit die feste Überzeugung, die er mit seinem Partner Harry Dörsam teilt, dass es möglich ist, umweltschonende Produkte im Alltag der Menschen zu etablieren. Nachwachsende, natürliche Rohstoffe, anstelle von Plastik.


Dominic Brenneis (links) und Harry Dörsam aus Fürth vertreiben Strohhalme aus Bambus. Bild: ola-world

Die beiden jungen Männer aus Fürth haben einen ersten Schritt getan: Unter dem Label „Ola“ vertreiben sie Strohhalme aus Bambus. „Das ist ein guter Einstieg in eine umweltbewusste Produktpalette – zumal Plastikstrohhalme ab 2021 verboten sein werden“, sagt Brenneis. Spätestens dann müssen sich beispielsweise auch Gastronomen Gedanken über Alternativen machen.


Produziert werden die Trinkhalme in Vietnam. Den Kontakt dahin stellten Brenneis und Dörsam über eine Agentur her, welche auch die für sie sehr wichtigen Kriterien garantiert: Die Herstellung in Fernost erfolgt auf „faire“ Art und Weise, die internationalen Standards genügt. Was bedeutet, dass die Erzeuger gute Arbeitsbedingungen haben und gerecht entlohnt werden – und die gesamte Produktion CO2-neutral ist. Die Halme sind ein reines Naturprodukt, ohne Klebstoffe oder andere künstliche Bestandteile.

"Das Bewusstsein für Umweltschutz wächst."

Die beiden Freunde wissen gleichwohl, dass es in Sachen Nachhaltigkeit auch Ansatzpunkte für Kritik gibt. Dazu zählt der Transport der Bambus-Strohhalme aus Vietnam ins Weschnitztal. Aber sie verweisen darauf, dass mögliche Alternativen – Trinkhalme aus Glas oder Edelstahl etwa – bei ihrer Produktion eine schlechte CO2-Bilanz haben. Um diese beim Import der Bambushalme möglichst gering zu halten, bestellen die Fürther größere Margen – und nehmen dafür auch finanzielle Risiken in Kauf.

Über soziale Netzwerke und „Mundpropaganda“ machten sie auf ihr Unternehmen aufmerksam und hatten schnell erste Erfolge: Es fanden sich Partner beim Vertrieb, unter anderem mit den Unverpackt-Läden im Weschnitztal, und auch Abnehmer. „Die Welt wandelt sich gerade etwas“, haben die beiden Freunde beobachtet, „das Bewusstsein für Umweltschutz wächst.“ Und Brenneis fügt an: „Nicht alle Menschen sind halt so wie Trump!“


Dass die Alternative aus Bambus bei der Anschaffung etwas mehr ins Geld geht, relativiert sich durch deren Lebensdauer, glauben sie. Selbst wenn sie in der Spülmaschine gereinigt werden, sollen die Halme mindestens 50-mal nutzbar sein. Wird die mitgelieferte kleine Reinigungsbürste benutzt, sind sie quasi „unkaputtbar“.


Spende für den Regenwald


Die Bambus-Strohhalme sind für die beiden Jungunternehmer ein Einstieg. Funktioniert das Geschäftsmodell, dann würden sie ihre Produktpalette gerne erweitern. Wattestäbchen aus Bambus sind nur eine von vielen denkbaren Möglichkeiten. „Es sind diese scheinbaren Kleinigkeiten, die für einen Großteil des Plastikmülls verantwortlich sind“, wissen Dominic Brenneis und Harry Dörsam. Dass es den beiden – bei allen ökonomischen Interessen – an vorderer Stelle um die Ökologie geht, beweisen sie auch auf andere Art: Für jedes verkaufte Set mit zehn Halmen spenden sie 15 Cent für den Wiederaufbau der Regenwälder.


Übrigens: Ola ist hawaiisch und bedeutet "Leben".

Den vollständigen Artikel lest ihr hier.

Von Wolfgang Arnold

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