Bengel_Logo2.png
  • Kim

Electoral College und Swing States

Am 3. November 2020 beginnen in den USA die Wahlen zum nächsten amerikanischen Präsidenten.

Vielleicht hast du das Wahlsystem auch schon 100 Mal im Englisch-Unterricht durchgenommen, aber nie wirklich verstanden. Das macht nichts, denn es ist wirklich kompliziert. Aber keine Sorge, nach diesem Artikel bist du auf jeden Fall schlauer.


Was am 3. November tatsächlich passiert ist, dass die amerikanischen Bürger sogenannte Wahlmänner für ihren Bundesstaat wählen. Diese Wahlmänner dürfen dann am 14. Dezember ihre Stimme für den Präsidentschaftskandidaten ihrer Wahl abgeben, aber dazu komme ich gleich.

Das Electoral College (also das Gremium der Wahlmänner) besteht derzeit aus 538 Mitgliedern aus 50 Bundesstaaten sowie den Bundesdistrikten. Wie viele Wahlmänner einen Bundesstaat vertreten, hängt von der Größe der Bevölkerung des Bundesstaates ab. Beispielsweise hat Kalifornien 55 Wahlmänner, während Alaska nur 9 Wahlmänner hat.

Außerdem gibt es Bundesstaaten, die i.d.R. eher die Demokraten wählen (wie z.B. Kalifornien) und Staaten, die i.d.R. für die Republikaner sind (wie z.B. Oklahoma). Das bedeutet, dass der Präsidentschaftskandidat der jeweiligen Partei seine Stimmen in diesen Staaten schon vornherein relativ sicher hat. Dieses Jahr tritt Donald Trump (Republikaner) gegen Joe Biden (Demokraten) an.


Allerdings gibt es auch noch sogenannte „Swing States“, bei denen man dies nicht so genau vorhersehen kann. Hier müssen sich die Kandidaten richtig ins Zeug legen, um die Mehrheit der Stimmen der Wahlmänner zu bekommen. In den USA gilt das „the winner takes all“-Prinzip. Das bedeutet, dass der Kandidat, der die Mehrheit der Stimmen in einem Bundesstaat bekommt, alle Stimmen bekommt. Wenn in dem Swing State Arizona beispielweise von den 11 Wahlmännern, 8 den Kandidaten der Republikaner, also Donald Trump wählen, so gewinnt er alle 11 Stimmen und somit den ganzen Bundesstaat für sich.


Das Electoral College trifft sich dieses Jahr am 14. Dezember in der Hauptstadt ihres Bundesstaates, um dort ihre Stimme für den Präsidenten und Vizepräsidenten abzugeben. Die Stimmen werden dann am 6. Januar 2021 ausgezählt und man weiß streng genommen erst dann mit Sicherheit, wer die Wahl gewonnen hat.


Laut aktuellen Umfragen des „U.S. Elections Project“ des Politikwissenschaftlers Michael McDonald von der Universität Florida, fällt die Wahlbeteiligung der Amerikaner dieses Jahr größer aus, als bei der letzten Wahl 2016. Besonders die Wählergruppe der 18-29- Jährigen ist stärker gewachsen. Anstatt 50%, wie bei der letzten Wahl vor vier Jahren, wollen nun 63% definitiv wählen gehen, sagen Befragte gegenüber dem Harvard-Projekt für öffentliche Meinung.


Es bleibt also wieder bis zum Schluss spannend, wer in Zukunft das amerikanische Volk vertreten wird.


  • facebook_blau
  • instagram_blau
  • spotify_blau

[B]ENGEL

leute. lifestyle. leben.

[B]ENGEL.BLOG ist ein Produkt der DiesbachMedien GmbH in Weinheim.

Impressum     Datenschutz     Mediadaten