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Er hat seine Leidenschaft zum Beruf gemacht

Hautnah betreut Timo Machleid die Karrieren von Profisportlern im Bereich Eishockey. Im Interview mit (B)ENGEL, erzählt er uns alles über seinen spannenden Beruf als Spielerberater.



Timo Machleid zusammen mit Patrick Reed (l.), Masters Sieger 2018 (Golf)

Timo Machleid ist Spielerberater bei der 4 Sports Hockey AG. Seine Klienten sind Profi-Eishockeyspieler. Da der 29-jährige selbst jahrelang professionell Golf spielte und ihn die wirtschaftliche Seite am Sport schon immer fasziniert hat, konnte er durch den Beruf des Spielerberaters seine Leidenschaft und seine Fähigkeiten gut kombinieren.


Schon seit seiner Jugend begeistert sich Timo leidenschaftlich für Eishockey. Da viele seiner Freunde früh professionelle Sportler waren, konnte er ihre Karriere verfolgen und auch damals schon Defizite in der Beratung herausfiltern und bewerten.


Uns interessierte brennend, was den Beruf eines Spielerberaters eigentlich ausmacht. Laut Timo ist der Beruf sehr abwechslungsreich. Seine Hauptaufgabe ist es, sich um seine Schützlinge zu kümmern und immer ein offenes Ohr für sie zu haben. Auch ist es wichtig Kontakte zu knüpfen und zu pflegen. „Man hat viel mit Menschen zu tun und ist ständig unterwegs um die Spieler nach ihren Bedürfnissen zu unterstützen“, erklärt er. Dazu gehört auch die ständige Erreichbarkeit.


In der Sommerpause steht die Planung für die neue Saison an. Zwischen November und März finden viele Vertragsverhandlungen statt und Spieler werden akquiriert. Die 4 Sports Hockey AG betreut rund 300 Profisportler weltweit.


Auf unsere Frage, ob ein bestimmter Abschluss oder eine bestimmte Qualifikation für den Beruf notwendig ist, antwortete Timo, dass man keine bestimmte Ausbildung braucht aber diese nie schaden kann, wirtschaftliche Vorkenntnisse und Verhandlungstechniken seien von Vorteil „Vor allem sollte man Menschenkenntnis und Affinität zum Sport besitzen. Da viele Spiele am Wochenende stattfinden, spielt Flexibilität eine große Rolle“. Das Engagement zahlt sich auf jeden Fall aus, da Timo großen Spaß an seiner Arbeit hat. Besonders schätzt er den engen Kontakt zu den Spielern. Gerade die Entwicklung der Karrieren und die damit verbundenen Erfolge von sehr jungen Profisportlern zu verfolgen begeistern ihn ungemein.


„Als Spielerberater hat man eine große Verantwortung den Spielern und deren Familien gegenüber“. Die größte Herausforderung ist es für Timo, dem Druck standzuhalten, denn er ist dafür verantwortlich, dass seine Klienten versorgt sind. Oft stellt man sich den Beruf des Profisportlers leichter vor, als er eigentlich ist. Gerade als Einzelsportler sei es schwierig und mit harter Arbeit verbunden, herauszustechen. „Es ist ein ständiger Spagat zwischen Privatleben und Beruf. Häufig reisen die Sportler alleine um die Welt um ihre Karriere realisieren zu können.“


Dass Spielerberater nicht den besten Ruf genießen ist Timo bewusst. Das Klischee besagt, dass gerade im Fußball häufig überhöhte Summen über den Tisch gehen und sportliche Leistungen in den Hintergrund geraten. Doch diese Behauptung wird von Timo entkräftet: „Transfersummen gibt es beim Eishockey nicht. Hier steht einzig und allein der echte Sport im Vordergrund“, erklärt er. Ein anderes Klischee entspricht jedoch der Tatsache: „Die Branche wird von Männern dominiert“.


Unterm Strich kann Timo Machleid sagen, dass er sehr glücklich ist mit seinem Job und er diesen jedem empfehlen würde, der auch bereit wäre sich außerhalb der geregelten Arbeitszeit zu engagieren. Mit einem gewissen Feingefühl, lässt sich der Umgang mit Profisportlern vereinfachen.

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[B]ENGEL

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