Bengel_Logo2.png
  • Sina

Fastnacht nach Maß

Wie kommen eigentlich die Kostüme einer Faschingssitzung zustande? Gabi ist 57 Jahre alt, kommt aus dem Rhein-Neckar-Kreis und schneidert jedes Jahr mit ihrer guten Freundin Ute die Kostüme ihrer Männerballett-Gruppe, der Eppelheimer Asbach-Prinzen. Im folgenden Interview erfahrt ihr, was hinter dem Ganzen steckt, wie viel Zeit ein Kostüm in Anspruch nimmt und was ihr manchmal den letzten Nerv raubt.


„Ich finde es ganz toll, wenn der Auftritt beim Publikum gut ankommt. Wenn ich die selbstgemachten Kostüme auf der Bühne sehe, macht mich das einfach stolz. Denn: Ich mache das wirklich gerne und mit viel Spaß“, erzählt Gabi. Seit 19 Jahren schneidert sie nicht nur für die Truppe, sondern trainiert sie auch. Jedes Jahr fertigen sie um die sieben Kostüme an.

„Wir verstehen uns super und haben riesen Spaß dabei, das gemeinsam zu machen. Alleine wäre das auch gar nicht zu stemmen. Wir haben das Nähen schon früh in der Schule gelernt und finden selbstgemachte Kostüme einfach besser, als welche zu kaufen.“


Wie viel Zeit nimmt das in Anspruch?

„Da wir uns alle Kostüme selbst ausdenken, brauchen wir mindestens drei volle Wochenenden - also knapp 15 Stunden. Wir müssen immer zuerst überlegen, wie wir das angehen wollen. Erst danach wird alles zugeschnitten. Die verschiedenen Kleidergrößen der Männer müssen beachtet werden.“


Wann fangt ihr an, die Kostüme zu nähen?

„Wir kaufen zuerst den Pailletten- und Satin-Stoff im Online-Shop Buttinette ein. Dann beginnen wir meistens Ende November. Also drei Monate vor den Sitzungen, die dann im Februar stattfinden. Bisher waren immer alle Kostüme rechtzeitig fertig – toi, toi, toi. Dieses Jahr werden es Sandmänner, Italiener und Holländer – passend zum Motto der Kampagne Der ECC lässt Träume wahr werden.“


Was passiert mit den Kostümen nach dem Auftritt?

„Die kann jeder für sich behalten, da jedes Jahr neue Kostüme geschneidert werden.“


Ist das nicht kostspielig?

„Jedes Kostüm ist individuell, aber im Schnitt muss man dafür 70 bis 100 Euro einplanen.“


Wirst du für die Zeit, die du dafür investierst, entlohnt?

„Meine Arbeitszeit ist ehrenamtlich – aber das mache ich sehr gerne. Am Schluss bekommen wir allerdings von den Männern immer noch ein kleines Dankeschön.“


Wolltest du auch schon mal aufhören?

„Es ist so eine nette Truppe, da macht man das gerne. Vor allem, weil alle immer sehr dankbar sind. Was mich nur nervt, ist der Pailletten-Stoff. Die Nadel verklebt ständig und muss dann gereinigt werden. Aber darüber kann ich gerne hinweg sehen.“






  • facebook_blau
  • instagram_blau
  • spotify_blau

[B]ENGEL

leute. lifestyle. leben.

[B]ENGEL.BLOG ist ein Produkt der DiesbachMedien GmbH in Weinheim.

Impressum     Datenschutz     Mediadaten