• Ann-Kathrin

Heimat auf den Leib geschneidert

Man sieht sie immer häufiger. Und wenn man einmal darauf achtet, mischen sich mehr und mehr Shirts unter die Bergsträßer, die eine klare Botschaft haben: „Straight Outta Woinem“. Aber wer steckt eigentlich hinter den Shirts, die den Fans der Stadt Weinheim und der lokalen „Muddasprooch“ auf den Leib geschneidert sind?


Wir haben ihn gefunden: Er, der ganz klar Fan von Weinheim und des Dialektes der Region ist. Er, das ist Sebastian Schmitt. Und er ist durch und durch ein Kind der Region – „mit Mutz und Labbe“. Aufgewachsen ist er in Gorxheim, mittlerweile wohnt der 32-Jährige in Hirschberg, aber der Stadt Weinheim bleibt er seit jeher treu, auch über seine Schulzeit am Werner-Heisenberg-Gymnasium hinaus. Bereits damals ging es schon los mit dem Erstellen von Shirts, als er für seinen Sportkurs Basketballtrikots designte.


Ab dem Jahr 2013 beschäftigte er sich vermehrt mit Motiven, Schriftzügen und Mode und baute seine Marke c-saurus-k (kurz csk) Stück für Stück auf. Seit 2016 betreibt er seinen T-Shirt-Onlineshop nebenberuflich – auch der Name seines Hobbys und der Echsenkopf im Logo sind ein Überbleibsel aus der Schulzeit. „Ich bin ein Tier- und Naturfan. In meiner Schulzeit wollte ich unbedingt eine Kragenechse haben. Ihr lateinischer Name lautet chlamydosaurus kingii, woraus ich den Namen abgeleitet habe.“ Und noch mehr Persönlichkeit steckt in seinen Shirts: nämlich Sebastians Liebe zum Hip-Hop.


Sebastian Schmitt ist ein Fan von Weinheim und vom Dialekt der Region - das zeigen auch seine Shirts. Bild: privat

Liebe zum Hip-Hop, Woinem und den Dialekt Als im Jahr 2015 der Film „Straight Outta Compton“ die Geschichte der Hip-Hop-Crew N.W.A. aus dem Vorort L.A.s erzählt, war für Sebastian klar: Das muss er machen, da muss Weinheim drauf. „Also habe ich mich mit einzelnen Shirts mit diesem Spruch versucht. Anfangs war es nur Spaß, aber es kam überraschend gut bei den Leuten an“, sagt Sebastian. Er und seine Freunde trugen die Woinem-Shirts an der Kerwe, wurden angesprochen und verkauften die ersten T-Shirts direkt aus dem Rucksack. „Dann hat es sich über Mund-zu-Mund-Propaganda herumgesprochen und ich habe auf Nachfrage meine Homepage erstellt.“ Seitdem kann man die Liebe zu Weinheim in großen und kleinen Lettern stolz auf der Brust tragen.

Und die Nachfrage steigt. Woran das liegt? „Es gibt eben viele Weinheim-Fans, weil es eine schöne Stadt ist“, sagt Sebastian, der selbst sein schärfster Kritiker ist. „Ich wollte Shirts machen, die ich vom Design und vom Komfort her selbst gerne tragen würde. Ich lege Wert darauf, dass die Qualität und die Passform stimmen, ich habe lange nach einem passenden Anbieter gesucht, viele ausprobiert und ihn nun endlich gefunden. Und ich schaue, was modisch gerade angesagt ist und was möglich ist.“ Neben Mode gibt es mittlerweile auch Turnbaidl oder Tassen bedruckt mit purer Heimatliebe.

Fans gibt es also seit der ersten Stunde und es kommen immer mehr dazu. So bestellen einige Gruppen die „Woinem“-Shirts für Kerwen, Junggesellenabschiede und Co. „Anfangs dachte ich erst, dass meine Altersstufe die Hauptzielgruppe der Shirts ist, aber dem ist nicht so. Es gibt sowohl die Jungen als auch die Älteren, einfach alle, die Lust darauf haben“, sagt Sebastian. Und er hat Unterstützer seit der ersten Stunde, Familie und Freunde Laura, Verena, Lara, Tiberio und Erem.


Ein Wort sagt mehr als tausend Worte: „Olieweleit“, „Uffbasse“ oder auch „Awwl“. Bilder: ANMUT-Fotografie

Die gedruckte Liebe zu Woinem ist das eine, die Liebe zum Dialekt das andere. So hat er für „Dialected Peoples“, wie er sagt, Shirts mit Lokalkolorit gestaltet, denn „unser Dialekt ist überall, man muss nur genau hinhören“: „Olieweleit“ – „das hört man fast täglich in der Region“, sagt Sebastian - , „Uffbasse“ – „das wird auch gern benutzt“, ist er sich sicher - ,und „Awwl“ kann man also auf der Brust tragen. Und nun? Das war’s? Awwl langt’s? Im leewe net, denn Sebastian macht weiter. „Ich habe noch viele weitere Ideen für Weinheim und die Region und freue mich darauf, sie nach und nach umzusetzen.“

Wo gibt es die Shirts?

Die Shirts von c-saurus-k gibt es sowohl unter c-saurus-k.com sowie bei Neils Textildruck in der Bahnhofstraße 15, wo sie angefertigt werden, und bei Pen Schreibwaren, Kurt-Schumacher-Straße 5, in Weinheim. Wenn nicht im Laden vor Ort, kann die Lieferzeit bei einer Online-Bestellung zwischen ein und zwei Wochen betragen. Die Woinem-Shirts bei facebook und Instagram. Die Shirts für "Dialected Peoples" bei facebook und Instagram. Achtung: Verlosung

bengel.blog verlost jeweils zwei Shirts mit dem „Straight Outta Woinem“-Motiv (großes Motiv) und mit der Postleitzahl „69469“ (großes Motiv). Alles, was ihr dafür tun müsst:

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