• Ann-Kathrin

Hier hilft kein Pflaster

Um es vorwegzunehmen: Ja, da muss man durch. Und ja, Liebeskummer ist bescheuert. Aber es stimmt, was alle anderen immer sagen: Mit der Zeit wird es besser. Um die Wartezeit auf die Besserung angenehmer zu machen oder um sie zu beschleunigen, sind hier – aus jahrelanger Erfahrung – fünf Tipps gegen Liebeskummer.


#1: Höre Herzschmerz-Musik Man könnte meinen, als erster Tipp sollte hier stehen: „Lenke dich ab!“ Stattdessen heißt es: Lass‘ es zu und lass‘ es raus – und zwar alles. Wie das am besten geht? Eine allgemein gültige Zauberformel, die zu jedem passt, wird es wohl nicht geben. Aber ein Katalysator funktioniert auf jeden Fall: Musik. Googelt man Liebeskummer, so heißt es dort öfter, dass man Herzschmerz-Musik hören soll – und das nicht zu knapp. Packt also die alten CDs von Whitney, Céline und Co. aus den Kisten oder klickt euch durch passende Playlisten mit Adele, Philipp Poisel und anderen Songpoeten. Hört auf die Songtexte, lebt mit und lasst es raus. Schaden kann das auf keinen Fall. Was für den einen die Musik, ist für den anderen der Film. Liebesschnulzen schauen ist also auch eine Möglichkeit. Aber Vorsicht: Diese enden oft mit einem Happy End, was man bei Liebeskummer ohne Regisseur und Drehbuch nicht immer sagen kann.




#2: Du bist kein Grottenolm! Der Grottenolm ist ein einsames Tier, der in Höhlengewässern lebt. Er ist scheu und zeigt sich äußerst ungern. Ob er glücklich ist? Keine Ahnung, aber du bist kein Grottenolm! Als zweite Faustregel gegen Liebeskummer gilt also: Versteck‘ dich nicht zu Hause, sondern komme aus deiner Höhle raus. Dass du dich beim Musik hören unter der Bettdecke vergräbst, ist o.k. Danach solltest du dich aber wieder ans Tageslicht trauen. Geh‘ raus, triff‘ dich mit Freunden und misch‘ dich unter die anderen – von denen, der eine oder andere mit Sicherheit auch Liebeskummer hat, so viel ist garantiert. Sieh es mal so: Wenn alle, die an gebrochenem Herzen leiden, nicht mehr das Haus verlassen würden, wäre draußen nicht mehr viel los. Und vielleicht haben gerade sie einen wertvollen Tipp für dich, womit wir schon bei Tipp 3 angelangt wären.


#3: Sprich, singe oder schreibe Auch wenn du dir – aus welchen Gründen auch immer – „blöd“ dabei vorkommen solltest, sprich über deinen Liebeskummer. Entweder mit deinen Eltern, deinen Kumpels, mit der besten Freundin, der Nachbarin … Es ist keinesfalls „blöd“ darüber zu reden, sondern eher gut. Wenn du darüber sprichst, dann verlierst du Ballast und das Gepäck wird ein bisschen leichter. Und wer partout nicht reden will, der sollte seine Gedanken zumindest aufschreiben – in Form eines Briefs, eines Tagebucheintrags oder auch eines Songtexts – alles ist erlaubt, auch das Zerknüllen oder das Zerreißen des Papiers.


#4: Lenke dich ab O.k., jetzt kommt’s: Lenke dich ab! Du hast Tränendrüsen-Musik gehört, du hast das Haus verlassen, du hast über deinen Liebeskummer gesprochen, geschrieben oder gesungen. Und jetzt: Befasse dich mit etwas anderem. Mach das, was dir Spaß macht – vielleicht sogar etwas, das du lange vernachlässigt hast. Oder vielleicht hast du sogar Lust auf etwas Neues in deinem Leben?


#5: Nicht mehr weinen, sondern werden Die Tage des Weinens und des Grübelns sind vorbei. Jetzt geht es darum, deine Energie in etwas anderes zu stecken – nämlich in dich. Du wolltest schon immer mal bouldern oder einen Tanzkurs machen? Mach’s! Du möchtest bei einem Poetry Slam mitmachen und vielleicht sogar einen Text über deinen Liebeskummer vortragen? Nur zu. Ein neues Hobby überdauert jeden Liebeskummer – und es macht eindeutig mehr Spaß.

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