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Mein Job im Zoo

Laura ist 24 Jahre alt, eine unserer Bengel-Mitglieder, ausgebildete Mediengestalterin und studiert ab Oktober bei den DiesbachMedien „Digitale Medien und Publishing“.


Davor hat sie allerdings schon spannende Zwischenstopps eingelegt. Unter anderem hat sie im Zoo als Tierpflegerin gearbeitet. Tierpfleger? Klingt für den einen oder anderen nach „den-ganzen-Tag-Tiere-liebhaben“ - Ja, aber so ist der Job jetzt auch nicht! Was alles dahinter steckt und welche Qualifikationen man dafür braucht, könnt ihr in diesem Interview nachlesen.


Wie kam es dazu, dass du im Zoo gearbeitet hast?

Wie so viele andere auch, wusste ich nach meinem Abitur nichts mit mir anzufangen. Ich wusste, ich wollte studieren, doch nicht genau was. Oder wollte ich doch lieber eine Ausbildung machen und gleich Geld verdienen? Ich war mir einfach nicht sicher. Nichts machen ging natürlich nicht, ich musste Miete zahlen und andere Kosten abdecken, also musste etwas her. Ich habe mich nach verschiedenen Praktika, Jahresarbeiten etc. umgeschaut, da fand ich eine Stellenanzeige von einem Tierpark, welcher nach einem Minijobber gesucht hat. So habe ich mich beworben und wurde dann tatsächlich auch genommen.


Wie sah so ein klassischer Arbeitstag aus?

Es ist tatsächlich nicht so spannend, wie man sich es vorstellt.

Morgens kommt man ins Büro, checkt seine E-Mails und verpassten Anrufe. Man schaut, was auf dem Arbeitsplan steht, wer alles da ist und ob etwas Besonderes ansteht. Dann kommt ein Rundgang im Zoo. Hier muss man überprüfen, ob die Tierbeschilderung noch überall gut aussieht, sicher gehen, dass alle Gehege soweit sauber sind und die Nacht überstanden haben. Insgesamt muss man einfach auf alles mal ein Auge werfen, sodass die Zoobesucher ohne Probleme kommen können.

Nach diesen Routinearbeiten kommt die Abwechslung und jeder Tag ist anders: von Gehege putzen, über Erdmännchen füttern, zu Kindergeburtstage leiten und die neue Tierbeschilderung erstellen.


Gibt es Kriterien, die man für diesen Job erfüllen muss?

Es gibt bestimmte Grundkriterien, nach denen geschaut wird, wenn man in der Tierpflege arbeiten möchte. Was man mitbringen muss, ist definitiv die Bereitschaft für körperliche Arbeit, anstrengende Arbeit und auch dreckige Arbeit. Als Tierpfleger kuschelt man nicht den ganzen Tag mit den Tieren, man macht vor allem die Gehege sauber, kümmert sich um eine artgerechte Ernährung und darum, dass die Anlagen richtig funktionieren.

Man schaut nach der Gesundheit der Tiere, kümmert sich um Enrichment, also Beschäftigung, dass die Tiere auch ausgelastet sind und keinen Lagerkoller bekommen. Man muss sich auch bewusst sein, dass Tiere Fleisch essen und dass das von anderen Tieren, eventuell sogar von anderen Zootieren, kommt.

Natürlich muss man sehr gute Deutschkenntnisse, Grundkenntnisse in Englisch, hohe Sozial- und Gruppenkompetenz mitbringen.


Arbeitet man nur mit Tieren oder ist man auch mal in der Verwaltung tätig?

Man ist auch in der Verwaltung tätig. Wie in vielen anderen Berufen, fällt Papierkram an, es gibt jährliche Inventuren zu machen, Statistiken aufzustellen, Verhaltensberichte zu schreiben, und, und, und.


Was hast du am liebsten gemacht und was weniger gern?

Es gab tatsächlich nicht eine Lieblings- oder Hassarbeit, ich mochte alle meine Arbeiten gerne, vom Kot aufsammeln zum Fische zählen. Die Arbeit war immer sehr abwechslungsreich und daher nicht zu wiederholend und langweilig.

Schließlich sind es ja auch deine Kollegen und das Umfeld, die die Arbeit aus machen und das war immer super.


Dein Lieblingszoogehege?

Definitiv die Krallen-Otter. Sehr süße kleine Tierchen, welche man lange beobachten und an ihnen Spaß haben kann.


Kamst du schon mal in eine brenzlige Situation?

Tatsächlich nicht mit Tieren, aber eher mit der anderen Arbeit.

So war es keine Seltenheit, mit Schrammen nach Hause zu kommen, weil man zum Beispiel ein Brett festnageln musste und es nach unten auf den Fuß fiel oder man sich beim Heuschneiden fast den Finger abgeschnitten hätte. Bei den Tieren war das schlimmste vielleicht mal ein Ziegentritt. Bei gefährlichen Tieren wie Löwe oder Eisbären, nimmt man natürlich auch die nötigen Sicherheitsmaßnahmen vor.

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