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Ringen – reine Jungssache?

Wenn ihr „Ringen“ hört, denkt ihr sicherlich an dicke Männer, verkleidet als Marshmallows, die sich gegenseitig auf einer runden Matte rumschupsen. Aber nein, das ist nicht das richtige Ringen. Und vor allem ist das Ganze auch keine reine Jungs Sache. Gerade in der Region Weinheim oder Odenwald ist Ringen eine sehr verbreitete Sportart – auch für Mädchen. Vereine wie Rimbach, Viernheim, Seeheim oder Nieder-Liebersbach sind dort sehr erfolgreich mit ihren Jungs und Mädels.

Mal zur Erklärung, was Ringen überhaupt wirklich ist: Es ist eine Einzelsportart, bei der jeder für sich selbst kämpft. In jedem Kampf gibt es einen roten und einen blauen Sportler. Beide haben das Ziel, den jeweils anderen mit beiden Schultern auf der Matte zu fixieren. Das ist dann ein Schultersieg und somit die höchste Möglichkeit, zu gewinnen. Gewinnen kann man aber auch, wenn man - nachdem die Kampfzeit abgelaufen ist - mehr Punkte als der Gegner hat oder während des Kampfes eine Differenz von 10 oder 15 Punkten erreicht (unterschiedlich von Altersklasse zu Altersklasse). Die Punkte bekommt man durch Ausführung der Techniken. Mögliche Punktewertungen sind 1, 2, 4 und 5 Punkte pro Technik.


Jetzt müsste jeder einen groben Überblick zu diesem Sport bekommen haben, aber der Meinung, dass solche Kampfsportarten eher was für die starken Jungs sind, seid ihr wahrscheinlich trotzdem.

Aber wieso sollten nicht auch Mädchen solche Sportdisziplinen meistern? Ebenso für Mädchen wird gerade Ringen immer verbreiteter und attraktiver. Es gibt Meisterschaften auf landesweiter, bundesweiter und sogar internationaler Ebene. Auch Turniere im weiblichen Bereich, mit teilweise über 500 Teilnehmerinnen aus der ganzen Welt, werden veranstaltet – auch in Deutschland.


Aber Achtung: Ringen ist nicht für jeden was! Um dort erfolgreich zu sein, erfordert es Disziplin, Ehrgeiz, Motivation und Durchhaltevermögen, denn von nix kommt bekanntlich auch nix. Wer ganz vorne sein will, muss viel trainieren, auf das Gewicht achten (denn Gegner werden nach Gewichtsklassen eingeteilt) und darf nie den Glauben an sich selbst verlieren. Außerdem ist es ein sehr zeitaufwendiger Sport.


Ich, als Beispiel, trainiere in der Meisterschaftssaison bis zu 5- oder 7-mal pro Woche für jeweils 1,5 bis 2 Stunden. Dennoch ich liebe diesen Sport! Bei jedem Erfolg weißt du, dass die ganze harte Arbeit, jedes Training oder jede Pizza, auf die du verzichtet hast, sich gelohnt haben.


Vorteile bringt Ringen natürlich auch im normalen Alltag: Du lernst dich durchzusetzen sowie diszipliniert zu sein, kannst dich in einer Notfallsituation verteidigen und du hast einen guten Body, wenn du es richtig durchziehst. Klingt schon nicht schlecht, oder?


Wenn du jetzt interessiert bist, aber dir nicht sicher bist: kein Stress. Sicherlich kannst du dir auch mal ein Training bei einem Verein in deiner Nähe anschauen oder du schaust dir eines der Highlights des Ringerkalenders live an: Vom 24. bis 26. April 2020 finden die Deutschen Meisterschaften der Juniorinnen und Junioren (17 bis 20 Jahre) in Rimbach in der Odenwaldhalle statt. Sich das Ganze mal anzuschauen, schadet bestimmt nicht - also schaut doch einfach mal vorbei.

Von Lisa

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