Bengel_Logo2.png
  • Caro

Tierbestattungen - Was mache ich eigentlich, wenn mein Haustier stirbt?

Es gibt über 34 Millionen Haustiere in Deutschland, davon sind Katzen das beliebteste, gefolgt von Hunden und Kleintieren. Aber was macht man, wenn das geliebte Haustier stirbt?


In Rimbach hat sich die Firma „Tierbestattungen Weschnitztal“ niedergelassen, die sich auf solche Fälle spezialisiert hat. Hier wird den Menschen geholfen, ihre Trauer zu verarbeiten und es wird sichergestellt, dass für das geliebte Haustier ein Platz auf dem Tierfriedhof in Rimbach gefunden wird.


Wir haben mit Reiner Hilkert gesprochen, der „Tierbestattungen Weschnitztal“ im Jahr 2004 gründete und haben ihm einige Fragen zu seinem Beruf gestellt.



Wie sind Sie auf die Idee gekommen, einen Tierfriedhof zu erschaffen?

Der Tod unseres eigenen Hundes hat uns auf die Idee gebracht. Ein Tier, welches Jahre lang ein Familienmitglied war, kann man doch nicht wie ein „Ding“ entsorgen. Man möchte, dass das eigene Haustier einen schönen Platz bekommt, an dem es ruhen kann.


Was war der traurigste Moment für Sie?

Das ist immer, wenn ältere Menschen zu uns kommen, die ihren Hund verloren haben, und er eine Art „Kind-Ersatz“ für sie war. Es ist schlimm, wenn man einen Teil der Familie verliert.


Welche Tiere bestatten Sie?

Von Hunden bis 70 kg, aber auch Katzen, Vögel, Nager und Hasen.



Was sind die außergewöhnlichsten Tiere gewesen, die Sie bestattet haben?

Manchmal kommen Leute vorbei, z.B. wenn sie nicht wissen, was sie mit ihrem verstorbenen Fisch machen sollen. Fische, Schlangen und Reptilien können wir auch bestatten. Hier läuft die Bestattung genauso ab, wie beispielsweise bei größeren Tieren. Sie können auch eingeäschert werden. Bis zu einem 70 Kilo schweren Hund ist eigentlich alles dabei, Pferde sind nicht auf der Liste.


Kann man auch sein Haustier im eigenen Garten vergraben?

Es hängt von der Zusammensetzung des Bodens ab. Wenn man Pech hat, können Leichengifte Gewässer oder Böden verschmutzen. Die Zersetzung des Tieres muss auch gewährleistet sein. Wenn sich der Körper der Tiere nicht zersetzen lässt, entstehen Moorleichen. Es gibt deshalb auch für den eigenen Garten bestimmte Regeln, die man einhalten muss, wenn man ein Tier begraben möchte.




Gibt es auch bestimmte Vorschriften für einen Tierfriedhof?

Ja, die Vorschriften sind sehr streng. Wir müssen auf einiges achten. Es mussten einige Tests gemacht und Proben vom Boden genommen werden. Bis uns dann alles genehmigt wurde, hat es einige Zeit gedauert.

Was bieten Sie alles an?

Gräber, Särge, Urnen und Grabplatten, die man auch nach Wunsch gravieren lassen kann. Es gibt verschiedene Größen und Preisklassen. Wir transportieren das Haustier auch vom Tierarzt oder von zu Hause zu uns und wieder zurück. Wir führen auf Wunsch Feuer- oder Erdbestattungen durch. Die Einäscherung findet in einem speziellen Kleintierkrematorium statt.



Kann man eine Ausbildung zum Tierbestatter starten?

Nein, eine Ausbildung gibt es nicht. Wenn man Tierbestatter werden möchte, muss man Interesse haben und sich durch Praktika bei anderen Tierbestattern weiterbilden. Damit kann man sich ein Unternehmen selbst aufbauen.


Kontakt:

Reiner Hilkert, „Tierbestattungen Weschnitztal“

Schlossstraße 42, 64668 Rimbach

Telefon 0173 / 3105058

  • facebook_blau
  • instagram_blau
  • spotify_blau

[B]ENGEL

leute. lifestyle. leben.

[B]ENGEL.BLOG ist ein Produkt der DiesbachMedien GmbH in Weinheim.

Impressum     Datenschutz     Mediadaten