Bengel_Logo2.png
  • Sina

Vom Bobby-Car in die Werkstatt

In der Werkstatt stehen und an Autos schrauben – das macht vielen Spaß. Sascha Buffy aus Schriesheim hat diese Leidenschaft sogar zum Beruf gemacht und arbeitet als KFZ-Mechatroniker. Im Interview mit Bengel erklärt er die Herausforderungen an diesem Beruf, warum er dennoch Spaß macht und ob er so „traumhaft“ ist, wie er ihn sich als Kind vorgestellt hat.

Wolltest du als Kind auch schon KFZ-Mechatroniker werden?

„Es gab noch nie etwas Anderes, was ich machen wollte, und das habe ich auch noch keinen Tag bereut. Schon als Kind habe ich ständig die Räder von meinen Spielzeugen abgeschraubt. Oder auch das Lenkrad von meinem Bobby-Car, das mein Vater immer und immer wieder dran bauen musste. Abschrauben konnte ich jedes Rad, dranschrauben war schwieriger.“


Was macht dir an deinem Beruf am meisten Spaß? Was begeistert dich daran am meisten?

„Der Tagesablauf eines Mechatronikers sieht immer anders aus. Man weiß nie, was kommt und wie lange der Prozess der Fehlersuche und des Reparierens dauert. Morgens werden die Aufgaben klar verteilt und dann geht’s los.“


Wie wird man denn KFZ-Mechatroniker? Wie muss man sich die Ausbildung vorstellen?

„Für den Beruf des Mechatronikers gibt es einen normalen Ausbildungsweg. Möchte man diese Ausbildung machen, dann bewirbt man sich in einer Werkstatt oder einem Autohaus. Die Ausbildung mit Blockunterricht an einer Beruflichen Schule dauert dreieinhalb Jahre. Nach dieser Ausbildung besteht die Möglichkeit, sich auf einzelne Bereiche zu fokussieren, wie zum Beispiel die Elektrik oder Mechanik (Motorinstandsetzung, Getriebeinstandsetzung). Ich habe lange in einer kleinen, freien

Werkstatt gearbeitet. Neben der Wartung und Inspektion hatte ich auch arbeiten am Getriebe (Kupplung), am Motor, Zylinderkopfdichtung, Zahnriemen, sowie Achsenvermessungen und Schweißarbeiten. Dazu kam die Fehlersuche an elektrischen Systemen, die Überprüfung von Bremsen, Reifen, Stoßdämpfern und vieles mehr gehören ebenfalls dazu. Man braucht technisches Know-how für diesen Beruf. Mittlerweile arbeite ich im Bereich Motorinstandsetzung“. In diesem dauert vieles länger, da man mit viel Zeit und Ruhe an die Arbeit muss.“


Was würdest du jemandem raten, der diesen Beruf auch machen möchte?

„Du musst es wollen und das Interesse an dem Beruf haben. Habe keine Scheu vorm Hinlangen und dreckig machen. Ich empfehle auch jedem in eine kleine Werkstatt zu gehen. Dort habe auch ich die meiste Erfahrung für meinen weiteren Weg gemacht.“


Was ist das Schwerste und Herausforderndste an deinem Job?

„Am schwersten finde ich die Elektrik. Es ist etwas, wo man sich reindenken muss. Man braucht Ruhe, muss die Stromlaufpläne lesen und hat endlos viele Kabel. Diese Arbeit erfordert viel Zeit. Und klar, gibt es auch mal Momente, an denen man nicht weiterweiß und am Verzweifeln ist. Aber das ist ja auch oft das, was den Beruf ausmacht. Manchmal schraubt man Stunden lang an einem Auto und am Ende funktioniert dann doch nichts. In solchen Momenten ist es wichtig, einen klaren Kopf zu behalten (auch wenn mir das manchmal nicht gelingt). Einfach weitermachen und nicht aufgeben!“









  • facebook_blau
  • instagram_blau
  • spotify_blau

[B]ENGEL

leute. lifestyle. leben.

[B]ENGEL.BLOG ist ein Produkt der DiesbachMedien GmbH in Weinheim.

Impressum     Datenschutz     Mediadaten