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  • Sophie

Was ist Sucht?

Immer wieder hört man das Wort: Sucht oder Sätze wie "Du bist echt süchtig!". Doch was ist Sucht eigentlich und welche Arten von Sucht gibt es eigentlich? Der Einstieg in unsere Themenwoche zum Thema "Sucht"


Sucht bezeichnet die psychische oder physische Abhängigkeit von einer Substanz oder einem Verhalten. Sie entsteht, weil das Suchtmittel oder die Verhaltensweise auf das Belohnungszentrum im Gehirn wirkt und dort positive Gefühle auslöst.

Somit ist Sucht gar keine Charakterschwäche, sondern gemäß der Sucht-Definition eine Krankheit, die auf einer Fehlregulierung im Gehirn beruht. Die Ursachen für eine Suchterkrankung sind vielfältig. Neben der genetischen Veranlagung kommen psychologische und soziale Faktoren hinzu, die eine Person in die Sucht abrutschen lassen.


Welche Arten von Sucht gibt es eigentlich?

Tja, prinzipiell kann man von allem süchtig werden. Man unterscheidet hierbei von zwei verschiedenen Arten von Sucht: stoffgebundene Sucht oder Verhaltenssüchte. Stoffgebundene Süchte sind sowas wie die Sucht nach Alkohol, Nikotin, Medikamenten oder Drogen. Verhaltenssüchte sind zum Beispiel Spielsucht, Kaufsucht, Sexsucht oder Mediensucht.


Wie erkennt man eine Sucht?

Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) nennt insgesamt sechs Anzeichen, die auf eine Sucht hindeuten können. Sie gelten unabhängig davon, ob das Suchtmittel eine Substanz oder ein spezielles Verhalten ist. Treffen drei der Sucht-Symptome zu, liegt in der Regel eine Suchterkrankung vor.

  • Starkes Verlangen: Wunsch oder Zwang, eine Substanz zu konsumieren oder etwas immer wieder zu tun. Dieses Verlangen kann auch dann stark sein, wenn noch keine körperliche Abhängigkeit vorhanden ist

  • Kontrollverlust: Suchtkranke können kaum kontrollieren, wann, wie lange und in welcher Menge sie ein Suchtmittel konsumieren.

  • Abstinenzunfähigkeit: Ein suchtkranker Mensch kann oft selbst dann auf „seine Droge“ nicht verzichten, wenn die Sucht bereits schwere gesundheitliche oder soziale Konsequenzen hat.

  • Toleranzbildung: Körper und Geist gewöhnen sich an die Droge. Menschen, die in eine Sucht schlittern, brauchen immer größere Mengen ihrer Droge, um den gewünschten Effekt zu erzielen.

  • Entzugserscheinungen: Bei einer Substanzabhängigkeit können Entzugserscheinungen wie Schwitzen, Frieren und Zittern sowie starke Gliederschmerzen, Schlafstörungen, Halluzinationen Krampfanfälle und Kreislaufzusammenbruch auftreten. Bei Verhaltenssüchten treten unter anderem Nervosität und Aggressionen auf.

  • Rückzug aus dem Sozialleben: Wer in einer Sucht gefangen ist, verliert das Interesse an anderen Beschäftigungen. Hobbys, soziale Kontakte und selbst der Beruf werden zugunsten des Suchtverhaltens vernachlässigt. Ebenfalls typische Merkmale einer Sucht sind Schuldgefühle nach dem Konsum sowie Verheimlichung des Suchtverhaltens bis hin zur Leugnung.


Der Weg aus der Sucht:

Der erste große Schritt ist hierbei die Sucht zu erkennen, das können leider aber die Betroffenen nicht mal selbst. Sich eine Sucht einzustehen ist definitiv nicht einfach. Die Behandlung von Suchterkrankungen hängt von der Art des Suchtmittels, dem Stadium und der Schwere der Krankheit ab. Ziel der Behandlung ist meistens die absolute Enthaltsamkeit (Abstinenz). Ein Entzug wird oft in einer Fachklinik unter Aufsicht von suchttherapeutisch qualifizierten Ärzten durchgeführt. Anschließend folgt eine Entwöhnungsbehandlung. In dieser Phase sollen Menschen mit Suchtererkrankungen lernen, langfristig ohne das Suchtmittel zurechtzukommen.

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