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Wie feiern Spanier Weihnachten?

Wie bei uns in Deutschland ist Weihnachten auch für Spanier die Zeit des Jahres. Sie schmücken ihre Wohnungen mit Kerzen, Weihnachtssternen und Glocken. Einen Weihnachtsbaum haben jedoch die wenigsten - falls schon, ist er unecht. Was gibt es noch für Unterschiede? Wir haben einige aufgelistet.


Die Krippe ist das Wichtigste für die Spanier an Weihnachten. Sie ist das Hauptsymbol des Weihnachtsfestes. Viele besitzen auch einen Adventskalender, der anders als bei uns, nur mit Schokolade befüllt ist. Allgemein ist die Vorweihnachtszeit für sie die Vorbereitung auf die Weihnachtsfeiertage.


Am 24. Dezember ist die Heilige Nacht, die „Noche Buena“. An ihr versammelt sich die gesamte Großfamilie zu einem gemeinsamen Abendessen. Alle sind festlich angezogen und gegen 22 Uhr beginnt das Festmahl. Es gibt unter anderem: „Sopa de marisco“, eine Suppe mit Meeresfrüchten; „Cordero“, das sind Lammkeulen, und „Langostinos“, Garnelen.


Als Nachtisch gibt es etwas ganz Typisches: „Turrón“. Es wird aus Zucker, Honig, Eiern und Mandeln hergestellt und darf nicht fehlen.


Eine kleine Bescherung


Nach dem Essen gibt es gegen 23.30 Uhr eine kleine Bescherung. Geschenke sind beispielsweise Bücher, Schmuck, Kopfhörer oder Klamotten. Die eigentliche Bescherung - wie wir sie kennen - ist am 6. Januar (Heilige Drei Könige).

Um 24 Uhr gehen alle zusammen zur Mitternachtsmesse „Misa del Gallo“, die Messe des Hahns. Er soll die Geburt Jesus verkündet haben.


An den Weihnachtfeiertagen, 25. und 26. Dezember, verbringt man in Spanien viel Zeit mit der Familie. Man kocht zusammen, singt Weihnachtslieder oder spielt Brettspiele.


Der 28. Dezember ist der Tag der unschuldigen Kinder. An diesem Tag werden Streiche unter Familie und Freunde gespielt und es kommt nicht selten vor, dass man auch mal von einem Fernsehsender reingelegt wird.


Nachdem die Jahreswende am 31. Dezember ausgiebig auf Dorfplätzen gefeiert wurde, ist „Navidad“, das spanische Wort für Weihnachten, immer noch nicht rum.


Paraden und Umzüge durch die Straßen


Bereits am 5. Januar ziehen die drei Weißen aus dem Morgenland abends in die spanischen Dörfer ein. Es gibt viele Paraden und Umzüge, bei denen es Süßigkeiten für die Kleinen gibt.


Vor dem Zubettgehen stellen die Kinder Kekse mit Milch auf Tellern vor ihre Zimmer. Diese legen sie für die Kamele der Könige bereit.


Am 6. Januar hat das lange Warten ein Ende. Der „Día de los reyes“ startet früh am Morgen. Die Teller sind leer und endlich ist es Zeit für die große Bescherung. Man bekommt viele Geschenke wie Handy, Geld oder ein Fahrrad. Im Laufe des Tages geht man durch die Stadt und besucht den restlichen Teil der Familie. Von ihnen bekommt man selbstverständlich auch etwas zum wichtigsten Tag der Weihnachtszeit. Nach dem „Día de los reyes“ wird Weihnachten festlich verabschiedet und die Weihnachtszeit ist beendet.

Von Stella Püschel

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