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  • Kim

Zwei 18-jährige aus der Region mischen die Modebranche auf


Van Heyden – so heißt das neue Modelabel des 18jährigen Abiturienten und Unternehmers Noah Singer aus Leutershausen. Er und sein Partner Marco Appenroth,18 und aus Sulzbach, besuchen beide ein Gymnasium in Weinheim. Von Schulstress ist bei unserem Interview allerdings nichts zu merken, denn am 6. Oktober wurde der Onlineshop ihres neuen Modelabels eröffnet und darauf sind sie sehr stolz.



Bei näherer Betrachtung des Alters der beiden stellt sich dem ein oder anderen vielleicht die Frage, wie die Idee einer Unternehmensgründung entstanden ist. Vor allem, da beide noch in die Schule gehen und der Alltag damit auch schon gut gefüllt ist.

Bei Noah Singer gibt es diese Idee allerdings schon seit er 14 Jahre alt ist. Wie in den meisten amerikanischen Teenie-Filmen fing es auch bei ihm und seinen Freunden mit einem Limonaden-Stand im Sommer an. Sie hatten einfach Spaß daran, etwas selbst zu kreieren und anderen mit ihrer frischen Limonade eine Freude zu machen. Im Winter ging es dann mit selbstgemachten Pralinen weiter, mit denen sie von Haus zu Haus zogen und sie verkauften. „Damals ist es einfach an dem Alter gescheitert“, sagt Noah.

Jetzt allerdings ist er 18 und die 2 Jahre, die er bis jetzt auf dem Wirtschaftsgymnasium der Johann-Philipp-Reis Schule in Weinheim absolviert hat, haben seinen Geschäftssinn gefördert und sein Interesse geweckt. Zudem hat er dadurch viele neue Kontakte gewonnen, mit denen er die gleichen Interessen teilt.


Die Idee, eine Firma zu gründen, stand also. Aber welche Art von Firma? Noah und seine Freunde überlegten sich, welche Themen für sie wichtig sind und sie bewegen. Da kam bei den Jugendlichen schnell das Thema Mode auf.

„Mode umgibt uns die ganze Zeit“, stellt der 18-Jährige fest.

In dem Alter ist es vielen wichtig ein bekanntes Logo auf der Brust zu tragen und die Jugendlichen zahlen dafür oft einen hohen Preis. Aber was bekommen sie für ihr Geld? Oft sind die Kleidungsstücke minderwertig produziert und haben einen langen Weg hinter sich, bis sie zu dem Kunden kommen. Trotzdem werden die Produkte gekauft, denn sie gelten als cool und beliebt. Je größer der Hype um sie, desto lieber werden sie getragen.


Noah Singer möchte mit seinem Label beides haben, eine hochwertige Qualität UND coole Klamotten für Jugendliche. Für ihn ist es eigentlich schon selbstverständlich, dass gute Mode hochwertig produziert werden muss, denn alles andere wäre moralisch nicht vertretbar. Deshalb finden auch die meisten Produktionsschritte seiner Kleidung in Deutschland statt. Zum Teil sogar sehr regional, denn das Vlies, das zur Befestigung unter das gestickte Logo kommt, bezieht das Unternehmen zum Beispiel von der Firma Freudenberg in Weinheim.

„Natürlich gibt es viele Marken, die ihre Kleidung nachhaltig produzieren. Allerdings werden Öko-Labels von Jugendlichen oft in eine Schublade gesteckt und zählen für sie selten als die coolen Marken-Klamotten, die sie eigentlich tragen wollen“, sagt Noah. Er möchte mit "Van Heyden" einen Weg finden, dieses Schubladendenken zu umgehen, indem er beliebte Kleidung und eine nachhaltige Produktion vereint.

Um seine Aufgabe zu meistern hatte er allerdings auch Unterstützung. „Gerade von der elterlichen Seite kommt viel.“, sagt Marco. Ohne die „glückliche Fügung“(Noah) vieler zusammenhängender Komponenten hätten die beiden es oft schwerer gehabt. Zum Beispiel erleichtert es ihnen viel, dass sie die Räumlichkeiten der Firma „Vorsprung at work“ in Weinheim, deren Geschäftsführer Noahs Großcousin ist, mitnutzen dürfen. Dort fühlen die beiden sich sehr wohl und eine gute Arbeitsatmosphäre ist für kreative Ideen natürlich förderlich. Eine gute Voraussetzung haben sie auch mit den technischen Geräten. Trotzdem gelingt es ihnen auch mit kleinen und wenigen Mitteln aus zukommen – ganz nach dem Motto „Man muss nur kreativ sein“.

„Wir nehmen das, was wir haben und wenn wir es nicht haben fragen wir rum bis wir Leute finden, die es haben und es uns gerne ausleihen.“, sagt Noah.

Der Plan für die Zukunft ist natürlich sich zu vergrößern und eine eigene Produktion zu haben.

Die Schule wollen die beiden allerdings nicht dabei vernachlässigen. Wie es nach dem Abschluss für Noah und Marco weiter geht ist situationsbedingt. Für Noah kommt es in Frage seine BWL-Kenntnisse durch ein Studium oder eine Ausbildung zu erweitern und sich weiterhin voll und ganz auf das Unternehmen zu konzentrieren. Marco hingegen ist eher vom technischen und kreativen Teil der Arbeit angezogen. Die Zukunft der beiden steht also noch in den Sternen.

Was die Zukunft der Firma angeht kann man sagen, dass diejenigen, denen die neu gelaunchten "Van Heyden" T-Shirts schon gefallen, sich auf weitere Produkte freuen dürfen!


Alle Produkte sind erhältlich auf www.vanheydenclothing.de

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