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Zwischen lautem Mitsingen und leisem Genießen - Félix' "Top 5 Songs" #2

Es ist genau die perfekte Zeit für neue Musik. Weil unser Gast-Autor Félix Fath ständig Musik hört - ob beim Sport, beim Entspannen mit Freunden, beim Kochen oder beim Autofahren - stellt er in regelmäßigen Abständen seine aktuellen "Top 5 Songs" vor.


Manche davon kennt ihr sicherlich schon. Aber er ist sich sicher, dass der eine oder andere auch neue Lieder entdecken und eventuell feiern wird. Die Stücke können aus den vergangenen Wochen, Jahren oder Jahrzehnten stammen. Genug der Vorrede, kommen wir zu den Songs, Part 2:


Benno Gut: Leute


„Veränder‘ dich selbst, bis man dich nicht mehr erkennt.“ Richtig lobende Worte findet Benno Gut in seinem Song nicht für den Schlag Menschen, den er beschreibt. Er besingt einen Typus, der dauerhaft im Wandel lebt und jederzeit neue Leute kennenlernen muss. Die dadurch entstehende Untreue ist für Benno Gut nicht die Erfüllung des Lebens. Musikalisch wirkt der Song ziemlich verträumt und sehr ruhig. Die eingängige Hook ist für mich das ausschlaggebende Argument, dass dieser Song in der Liste vertreten ist.


absent: Cigarettes and Wine


Für mich hat dieses Lied viel mehr Aufmerksamkeit verdient. Auch wenn der Inhalt des Songs nicht unbedingt weltbewegend ist, es geht um die Zeit, die der Künstler bei seinen Jungs verbringt. Dadurch bringt er diesen beschriebenen Vibe ziemlich gut auf den Punkt. Ich höre dieses Lied häufig, wenn ich auf dem Weg zu meinen Kumpels bin und bekomme durch diesen Track eine angenehme Stimmung und habe Lust, den Abend mit den Personen zu genießen, die mir wichtig sind. Durch seine Musikalität und Stimmvariation bekommt "absent" eine gute Balance zwischen lautem Mitsingen und leisem Genießen beim Zuhörer hin.


Rin: Up in smoke


Die Musik des Bietigheimer Rappers begleitet mich schon seit seiner „Genesis EP“ aus dem Jahr 2016. Nach seinem gesamtdeutschen Durchbruch mit Songs wie „Blackout“ oder „Bros“ wurde er aber nicht zu einem Mainstreamrapper, der nur noch eine Marke ist. Für mich hat sich Rin stetig weiterentwickelt und ist keinem Trend nachgelaufen, sondern hat seinen eigenen etabliert. „Up in smoke“ ist einer seiner neuesten Tracks und überzeugt durch einen sehr persönlichen und reflektierenden Text. Rin zeigt eindrucksvoll, wie man Gesang und Rap gut miteinander verbinden kann. In meinen Augen ist dieser Song, genau wie Rin selbst, Kunst.


Samaran: Paris Madness


Anhand meiner Auswahl an Songs ist unschwer zu erkennen, dass ich ein sehr großer Hip-Hop-Fan bin. „Paris Madness“ fällt eindeutig aus diesem Kosmos raus. Ohne Text bietet der Song aber jede Menge Musik. Diese Elektronummer des Pariser Produzenten Etienne bietet einen vintage Technovibe, zu dem die Füße einen ganz automatisch auf die Tanzfläche der Hausparty geleiten. Stillsitzen ist mit diesem Song nicht. Ein absolutes Muss für alle, die gerne tanzen.


FIBEL: Kommissar


Bock auf Texte, bei denen das Ohr nicht weghören kann? Dann ist Fibel genau das Richtige! Das Beste daran: Die Worte klingen, verpackt in den Melodien der Band, noch dazu absolut musikalisch und intensiver als so schon. Die Mannheimer Band versteht, was sie tut. Und so klingt auch ihr Sound, nämlich so wie wenn sich Talent und erlerntes Wissen treffen. Einfach gut.

Im Song „Kommissar“, der ersten Single der Band, ist - anders als zu erwarten - nicht wie sonst die Arbeit des Kommissars im Mittelpunkt. Der Polizist selbst wird Opfer eines Verbrechens. Untermalt von treibendem Schlagzeug, melodiöser Gitarre und starkem Bass ist dieser Song einfach ein Muss für jeden Indiefan, oder besser: jeden Musikfan. Fridl Achten, Musikjournalist bei „Puls Musik“, beschreibt den Sound des Songs als morbide und melancholisch. Ich finde, das passt. Als großer Falco-Fan sehe ich natürlich nicht nur im Songtitel, sondern auch im Musikvideo und im Style der Jungs Parallelen zu dem Superstar aus den 80ern. Wer weiß, ob ich recht habe.


Von Félix Fath



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